Benzin Kettensäge – 3 Produkte im Vergleich

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Benzin Kettensäge – Das Wichtigste in Kürze!

Was ist eine Benzin Kettensäge?
Eine Benzin Kettensäge ist ein Schneidwerkzeug, welches oft für Holz- und Waldarbeiten genutzt wird. Die Kettensäge wird durch einen Benzin- oder Elektromotor angetrieben. Der schneidende Teil ist die Sägekette. Diese Sägekette ist um die Schiene angebracht, welche sich an der Vorderseite des Gehäuses befindet. Häufig wird die Benzinkettensäge auch einfach Motorsäge genannt.
Welche Arten von Kettensägen gibt es?
Neben der Benzinkettensäge gibt es noch elektrisch-betriebene Motorsägen. Diese werden häufig in privaten Haushalten benutzt, da Sie an eine Stromquelle gebunden sind. Durch das damit verbundene Kabel ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Dafür haben elektrische Kettensägen ein niedrigeres Gewicht, da kein Benzintank angebracht ist. Die Leistung von Benzin Kettensägen ist jedoch deutlich höher.
Wo werden Benzin Kettensägen eingesetzt?
Das häufigste Einsatzgebiet einer Benzinkettensäge ist in der Forstwirtschaft und Baumpflege. In der Forstwirtschaft wird die Benzin Kettensäge zum Fällen und Bearbeiten von Bäumen genutzt. Auch der sogenannte Astabwurf wird mit einer Benzinkettensäge durchgeführt. Das Schneidwerkzeug ist noch auf Baustellen oder als technische Hilfeleistung bei der Feuerwehr zu finden. Es gibt auch Wettbewerbe, bei denen die Kettensäge zum Einsatz kommt.
Benzin Kettensaege
Abbildung 1: Die Benzin Kettensäge im Einsatz

Worauf ist beim Kauf einer Benzin Kettensäge zu achten?

Die Benzin Kettensäge kann für die verschiedensten Arbeiten eingesetzt werden. Ob Zuhause im Garten oder im gewerblichen Bereich als Zimmerer. Wenn Sie beispielsweise viele Bäume haben, wird Ihnen die Benzin Kettensäge die Arbeit sehr vereinfachen. Überstehende Äste lassen sich einfach und schnell sägen. Auch das Schneiden von Kaminholz ist mit der Kettensäge im Handumdrehen erledigt. Informieren Sie sich vor dem Kauf, welches Gerät zu Ihren Anforderungen passt. In dem nachfolgendem Abschnitt gehen wir auf die wichtigsten Kauffaktoren einer Benzinkettensäge ein.

Leistung

Bei der Motorleistung ist vor allem der Verwendungszweck entscheidend. Die Leistung muss zum Einsatzgebiet passen. Auch die Länge der Schiene muss an die Motorleistung abgestimmt werden. Wenn Sie die Benzin Kettensäge für den privaten Gebrauch erwerben möchten, sollte die Leistung zwischen 2 und 3,5 PS liegen. Damit können Sie problemlos Ihre Hecke schneiden, Äste kürzen oder Kaminholz sägen. Wenn Sie mit der Kettensäge Bäume fällen wollen, sollte das Schneidwerkzeug mindestens 5 PS vorweisen. Beachten Sie jedoch: Je höher die Leistung ist, desto mehr Eigengewicht hat die Benzinkettensäge. Die Länge der Schiene (auch Schwertlänge genannt) sollte mindestens 1 PS pro 10 Zentimeter betragen. Beispiel: Wenn die Schiene 35 cm lang ist, sollte die Benzin Kettensäge mindestens 3,5 PS haben.

Merksatz: Die Motorleistung ist proportional zur Schienenlänge. Sie benötigen eine stärkere Säge, je länger die Schwertlänge ist.
Profi-Tipp: Bei manchen Anbietern wird die Leistung in Kilowatt angegeben. Hier entspricht 1 Kilowatt etwa 1,3 PS.

Hubraum

Der Hubraum bei einer Benzin Kettensäge spielt ebenfalls eine Rolle. Neben der Leistung ist auch der Hubraum bei einer Benzin Kettensäge ein wichtiges Leistungsmerkmal. Ein großer Hubraum sorgt für eine gute und starke Leistung. Wir empfehlen bei einer Benzin Kettensäge einen Hubraum von mindestens 35 cm³, damit Sie auch ausreichend Leistung haben, um Ihre Arbeit schnell und einfach zu erledigen.

Schwertlänge

Vorne am Kettensägen-Gehäuse ist eine Schiene aus Metall angebracht. Diese wird oft auch als Schwert oder Blatt bezeichnet. Mit der Schwertlänge wird die Länge des Schneidwerkzeugs beschrieben. Sie bestimmt gleichzeitig, wie lang das zu bearbeitende Werkstück sein kann, um es mit einem geraden Schnitt durchsägen zu können. Hierbei ist zu beachten, dass die Schiene je nach Hersteller und Modell 5 – 7 cm in das Gehäuse eingesetzt ist. Dies bedeutet, dass die eigentliche Schnittlänge ein wenig kleiner ist. Beispiel: Ihre Benzin Kettensäge hat eine Schwertlänge von 30 cm. Abzüglich der 5 – 7 cm kommen Sie auf eine Schnittlänge von 23 – 25 cm.

Schnellstarthilfe

Viele Hersteller haben spezielle Starterleichterungen für die Benzin Kettensäge. Die unterschiedlichsten Konstruktionen ermöglichen ein einfacheres Starten der Motorsäge. Das ist besonders nach einer längeren Standzeit oder in einer kälteren Umgebung wichtig. So werden zum Beispiel weniger Anläufe für den Start der Benzin Kettensäge benötigt. Auch die Kraft, die auf der Anzugsleine liegt wird reduziert. Ein Beispiel ist der One-Push-Start. Dabei wird eine Feder über den Seilzugstarter vorgespannt. Dadurch kann die Benzin Kettensäge per Knopfdruck ausgelöst werden.

Sicherheitsausstattung

Der wohl wichtigste Aspekt bei jedem Werkzeug ist die eigene Sicherheit. Achten Sie unbedingt auf die verschiedenen Sicherheitseinrichtungen bei einer Benzin Kettensäge. Wir zeigen Ihnen, welche Sicherheitsstandards wichtig sind:

Gashebelsperre:
Wenn die Gashebelsperre nicht gedrückt wird, ist der Gashebel gesperrt. Das verhindert ein unbeabsichtigtes Anlaufen der Sägekette.

Kettenbremse:
Die Kettenbremse stoppt die Sägekette innerhalb von Millisekunden, um Verletzungen bei einem Rückschlag zu verhindern. Zusätzlich wird auch der Motor angehalten.

Kettenfangbolzen
Der Kettenfangbolzen mindert die Gefahr bei einem Reißen der Kette. Dadurch wird verhindert, dass die Sägekette in den Motorraum oder auf den Sägenführer umschlägt.

Handschutz
Der Handschutz schützt die Hand vor Ästen und einer gerissenen, umschlagenden Kette.

Handschutz Kettensaege
Abbildung 2: Hinterer Handschutz der Benzin-Kettensäge

Geschichte und Hersteller der Benzin Kettensäge

Die Kettensäge kann auf eine lange Entwicklung zurückblicken. Die erste ähnliche Technik wurde durch die Medizin erfunden. Bereits im Jahr 1830 erfand der Arzt Bernhard Heine eine Säge, um Knochen zu zerschneiden. Diese funktionierte nach dem Prinzip der heutigen Benzin Kettensäge. Dabei wurde die Kette über einen Handhebel angetrieben. Die scharfen Zähne der Sägekette liefen um eine Führungsschiene, die in einer Haltungsvorrichtung befestigt war.
Um das Jahr 1920 entwickelten sich die ersten Benzinsägen. Am Anfang gab es nur Zweimann-Motorsägen. Diese wogen über 60 Kilogramm und waren nur schwer zu bedienen. Ziel war es damals, eine leichte und leistungsfähige Säge zu entwickeln.
Die nächste große Weiterentwicklung der Motorsäge war am Ende der 50er Jahre. Die ersten Kettensägen, die durch eine einzelne Person genutzt werden konnten, kamen auf den Markt. Diese Sägen wurden hauptsächlich in der Forstwirtschaft eingesetzt. Die Arbeiten im Garten wurden weiterhin mit der Hand ausgeübt.

Im Laufe der Zeit und in der weiteren Entwicklung wurden immer mehr Sicherheitsaspekte einbezogen. 1972 wurden die ersten Kettensägen mit einer Kettenbremse ausgestattet.
Auch die Handhabung wurde stets verbessert. Die Kettensägen wurden kleiner und handlicher. Auch bei dem Gewicht hat sich einiges verändert. Ende der 50er Jahre wogen die Kettensägen noch über 10 Kilo. Auf dem heutigen Markt sind Sägen mit einem Gewicht von unter 5 KG erhältlich.
Eine der bekanntesten und ältesten Hersteller von Kettensägen ist die Firma Stihl. Stihl ist heute noch der größte Hersteller für Motorsägen. Bereits 1926 produzierte Stihl die erste Elektro-Kettensäge. Die erste Benzin Kettensäge wurde laut eigenen Angaben 1927 von der Firma Dolmar entwickelt.

STIHL

Stihl Kettensaege
Abbildung 3: Eine Benzin Kettensäge der Firma Stihl

Die erste Motorsäge entwickelte der Firmengründer Andreas Stihl. Aus dem Einmann-Betrieb ist ein international tätiges Unternehmen entstanden. STIHL ist seit 1971 die meistverkaufte Motorsägenmarke der Welt. Das schwäbische Familienunternehmen hat seinen Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt. Mit der Tochterfirma Viking hat das Unternehmen auch ein eigenes Sortiment an verschiedenen Geräten für den Garten.

DOLMAR

Dolmar Kettensaege
Abbildung 4: Eine Benzin Kettensäge der Firma Dolmar

Die Marke Dolmar hat eine ebenso lange Historie wie die Firma Stihl. 1927 brachte Dolmar die erste Benzin-Motorsäge mit dem Namen „Typ A“ auf den Markt. Die Dolmar „Typ A“ Benzin Kettensäge war die erste serienmäßige Benzin-Motorsäge weltweit. Die Säge hatte ein Gewicht von 58 KG. Damals musste das Schneidwerkzeug von zwei Personen bedient werden. Heute befinden sich Produkte aus den unterschiedlichsten Bereichen in dem Sortiment. Die Motorgeräte finden Ihren Einsatz in Forst und Garten. Der Unternehmenssitz ist in Hamburg. Die ehemalige Dolmar GmbH ist heute unter dem Namen Makita Engineering Germany GmbH bekannt.

Weitere Hersteller

Es gibt natürlich viele weitere Hersteller und Marken. Unter anderem gehören Bosch und Husqvarna zu den bekannten Herstellern von Kettensägen. Auch diese Marken überzeugen mit gleichbleibender Qualität.

Bei den Kettensägen von Husqvarna steht die Sicherheit weit oben. Dafür sind die Sägen zum Beispiel mit einer doppeltwirkenden Kettenbremse ausgestattet. Der Handschutz und der Kettenfänger gehören zur Grundausstattung. Die vorderen Handgriffe sind ergonomisch geformt und ermöglichen eine natürliche Arbeitshaltung.

Die Geräte von Bosch werden oft mit guter Qualität in Verbindung gebracht. Die Kettensägen der Firma Robert Bosch GmbH genießen einen hervorragenden Ruf. Die Einsteigermodelle der Benzin-Kettensägen sind günstig und qualitativ hochwertig. Bosch Kettensägen sind durch ihre robuste Verarbeitung auf Langlebigkeit ausgelegt. Natürlich legt die Firma auch großen Wert auf die Sicherheitsausstattung. Die Rückschlagbremse benötigt zum Beispiel nur etwa eine Zehntelsekunde um die Sägekette und den Motor anzuhalten.

Benzin Kettensäge – Anleitungen und Hinweise

In diesem Abschnitt finden Sie hilfreiche Anleitungen und Hinweise zur Benutzung einer Benzinkettensäge.

Funktionsweise

Info: Die Schienen-Nut ist der Schlitz in der Schiene. In dieser Schienen-Nut bewegt sich die Kette.
Das System bei einer Benzin Kettensäge und einer Elektro-Kettensäge ist gleich. Über die sogenannte Fliehkraftkupplung wird die Sägekette angetrieben. Auf der Außenseite der Kette sind kleine Sägezähne angebracht. Die Kette läuft in der Schienen-Nut.

Starten einer Benzinkettensäge

Im Vergleich zu der Elektro-Motorsäge ist das Starten einer Benzinkettensäge aufwendiger. Wir erklären Ihnen in einer Schritt-für-Schritt Anleitung den richtigen Start:

  1. Drücken Sie die Kettenbremse nach vorne. Damit legen Sie die Kettenbremse ein.
  2. Nehmen Sie den Schienenschutz der Motorsäge ab.
  3. Falls Ihre Benzinkettensäge über ein Deko-Ventil verfügt, sollte dieser gedrückt werden.
  4. Falls Ihre Motorsäge über eine Kraftstoffpumpe verfügt, sollte diese mehrmals betätigt werden.
  5. Betätigen Sie die Gashebelsperre und den Gashebel. Drücken Sie danach den Kombihebel nach ganz unten.
  6. Stellen Sie die Säge auf einer ebenen Fläche ab. Achtung: Die Sägekette darf den Boden nicht berühren!
  7. Stabilisieren Sie die Kettensäge mit dem rechten Fuß, indem Sie auf den hinteren Handgriff treten.
  8. Halten Sie mit einer Hand das Griffrohr gut fest. Ziehen Sie mehrmals mit der anderen Hand am Anwerfseil bis der Motor kurz startet.
  9. Nachdem der Motor kurz gestartet ist, geht dieser sofort wieder aus. Öffnen Sie über den Kombihebel den Choke (in die Halbgasstellung).
  10. Ziehen Sie wieder am Anwerfseil. Wiederholen Sie dies solange bis der Motor anspringt.
  11. Sie können die Motorsäge nun langsam vom Boden aufheben. Achten Sie bitte darauf, dass Sie den Gashebel nicht berühren.
  12. Jetzt können Sie die Kettenbremse der Benzin Kettensäge lösen.
  13. Die Säge ist bereit für Ihren Einsatz. Beachten Sie auf jeden Fall auch die Sicherheitshinweise in der Gebrauchsanweisung!

In dem nachfolgenden Video wird Ihnen noch einmal Schritt-für-Schritt erklärt wie Sie eine Benzin Kettensäge starten.

Video 1: So starten Sie die Benzin Kettensäge

Wartung

In regelmäßigen Abständen müssen Sie die Kette nachspannen. In dem meisten Fällen wird kein Werkzeug benötigt. Viele Hersteller haben dafür ein Rädchen seitlich am Gehäuse angebracht. Sie können die Sägekette nachspannen, indem Sie an dem Mechanismus drehen. Das ist notwendig, damit die Kette nicht aus der Sägeschiene springen kann.
Des Weiteren sollten Sie die Sägekette zwischenzeitlich schärfen lassen. Wenn die Kette stumpf ist, bleibt die Motorsäge oft im Holz stecken. Im besten Fall lassen Sie die Kette in einem Fachbetrieb schärfen. Dort ist das passende Werkzeug vorhanden. Wichtig ist, dass die scharfen Zähne in dem richtigen Winkel geschärft werden. Die Kette von Ihrer Benzin Kettensäge muss ebenfalls in regelmäßigen Abständen geschmiert werden. Um die Kette Ihrer Benzin Kettensäge zu schmieren, benötigen Sie das passende Kettenöl. Informieren Sie sich am besten, welches Kettenöl für Ihre Benzin Kettensäge geeignet ist, um keine Risiken einzugehen.

Reinigung und Lagerung

Es ist äußerst wichtig die Kettensäge nach dem Gebrauch und vor längerer Lagerung fachgerecht zu reinigen. Das sind die nötigen Schritte:

Kraftstoffsystem leeren
Entleeren und reinigen Sie den Kraftstofftank. Dies sollte immer an einem gut belüfteten Ort durchgeführt werden. Lassen Sie die Motorsäge im Standgas bis zum Absterben laufen. Damit fahren Sie den Vergaser leer. Es kann andernfalls dazu kommen, dass die Membranen im Vergaser verkleben. Dadurch wird die Motorsäge dauerhaft beschädigt.

Motorsäge säubern
Bauen Sie die Sägekette und die Führungsschiene von der Benzinkettensäge ab. Sprühen Sie die Teile mit Schutzöl ein. Danach muss die die Motorsäge gründlich gesäubert werden. Das folgende Video wird Ihnen dabei helfen diese Schritte möglichst gut zu verstehen.

Video 2: Eine Benzin Kettensäge gründlich reinigen

Trocken lagern
Achten Sie auf einen trockenen Lagerort für Ihre Benzin Kettensäge. Lagern Sie die Säge nicht im Freien. Da ist Sie nicht vor Witterung geschützt. Der Lagerungsort sollte gut belüftet sein.

Vor Sonne schützen
Lagern Sie Ihre Motorsäge an einem Ort, wo Sie keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. Andernfalls wird die Benzinkettensäge durch UV-Versprödung beschädigt.

Staubfrei bleiben
Auch ein staubfreies Verpacken der Benzin Kettensäge ist wichtig. Hierzu gibt es von den meisten Herstellern spezielle Koffer und Tragetaschen.

Sicher aufbewahren
Lagern Sie Ihre Motorsäge am besten an einem abschließbaren Ort. Das könnte ein Raum oder Schrank sein. Achten Sie darauf, dass keine Kinder an die Kettensäge kommen.

Betriebsarten der Kettensäge

Die Benzin Kettensäge

Die Kraftstoffbetriebene Motorsäge ist die verbreitetste Antriebsart. Die Motorleistung ist bei den Benzin-Kettensägen am höchsten. In der Forstwirtschaft wird ausschließlich die Benzinkettensäge genutzt. Im Normalfall hat die Säge einen 2-Takt Benzinmotor. Durch eine Mischung aus Benzin und Öl wird das Gerät betrieben. Die größten Vorteile sind Ihre Flexibilität, Leistung und einfache Handhabung. Sie ist an keine externe Stromversorgung gebunden. Neben der Benzin Kettensäge gibt es natürlich auch Laubsauger, Rasenmäher und Gartenhäcksler, welche mit Benzin betrieben werden.

VorteileNachteile
  • Starke Leistung
  • Geringer Verbrauch
  • Flexibel (keine Stromquelle notwendig)
  • Bewegungsfreiheit
  • Langer Einsatz
  • Hohe Lautstärke
  • Viele Abgase werden ausgestoßen
  • Höheres Gewicht

Die Betriebsstoffe für die Benzin Kettensäge

Die Benzin Kettensäge muss zwingend mit einem Kraftstoffgemisch betrieben werden. Das richtige Kraftstoffgemisch ist eine Mischung aus Benzin und Motoröl. Das Benzin für die Benzin Kettensäge sollte zugunsten der Umwelt und der Gesundheit bleifrei sein. Um eine lange Lebensdauer der Benzin Kettensäge zu garantieren, achten Sie bei dem Motoröl auf ein qualitativ hochwertiges Produkt. Es gibt extra Motoröl für den Zweitakt Motor. Dieses ist speziell auf den Gebrauch mit einer Benzin Kettensäge abgestimmt.

Die richtige Mischung macht’s: Um Betriebsstoffe richtig für die Benzin Kettensäge zu mischen, sollten Sie folgendes Verhältnis einhalten:
1 : 25 => 1 Teil Öl + 25 Teile Benzin

Für eine gute Mischung der Betriebsstoffe nutzen Sie ein Verhältnis von 1 zu 25. Nehmen Sie also 5 l Benzin und mischen dieses mit 0,2 l Motoröl.

Die Elektro Kettensäge

Im Gegensatz zu den Benzinkettensägen sind die elektrischen Motorsägen in der Mobilität eingeschränkt. Die Elektro-Kettensägen werden mit Strom angetrieben. Das bedeutet: Es muss immer eine Stromquelle vorhanden sein. Die Säge wird dann mit einem dafür vorgesehenen Kabel verbunden. Dadurch ist der Arbeitsradius eingegrenzt. Der Einsatz in der Natur ist somit nicht möglich. Jedoch sind die Geräte besonders für den privaten Gebrauch geeignet. Sie haben ein angenehmes Gewicht und genug Leistung, um diverse Arbeiten im Garten zu erledigen. Sie können mit der Elektro-Säge zum Beispiel Ihre Hecke schneiden. Auch die Verarbeitung von Holz ist gewissen Maßen möglich. Auch hier gibt es Rasenmäher, Laubsauger und Gartenhäcksler, welche mit Strom angetrieben werden.

VorteileNachteile
  • Ausreichende Leistung im privatem Gebrauch
  • Niedriges Gewicht
  • Keine Abgase
  • Arbeitsradius ist eingegrenzt
  • Stromquelle muss zwingend vorhanden sein
Elektro Kettensaege
Abbildung 5: Eine Elektro-Kettensäge der Firma Makita

Die Akkukettensäge

Die Akkukettensäge wird, wie der Name schon sagt, durch einen Akku betrieben. Die Geräte haben also die gleiche Flexibilität wie die Benzin Kettensägen. Ein großer Vorteil gegenüber der Benzin-Säge ist, dass weniger Schadstoffe ausgesetzt werden. Die Akkus sind schnell einsatzbereit, da Sie zügig geladen werden können. Die Motorleistung ist jedoch nicht so stark wie bei einer benzinbetriebenen Kettensäge. Selbstverständlich finden Sie auch Rasenmäher und Laubsauger, welche durch einen Akku angetrieben werden.

VorteileNachteile
  • Bewegungsfreiheit wie bei der Benzin Kettensäge
  • Sehr niedriges Gewicht (auch für Frauen geeignet)
  • Umweltverträglichkeit da keine Abgase freigesetzt werden
  • Weniger Energieverbrauch
  • Geringere Motorleistung
  • Betriebsdauer ist nicht so hoch
  • Nur für einfache Sägearbeiten
Akku Kettensaege
Abbildung 6: Eine Akku-Kettensäge der Firma Bosch

 

Für welche Antriebsart Sie sich entscheiden sollten, hängt von dem jeweiligen Einsatzgebiet ab. Für einfache Arbeiten im Garten ist je nach Leistungsbedarf eine Elektro- oder Akkusäge perfekt geeignet. Wenn Sie Holz professionell bearbeiten wollen, ist eine Benzin Kettensäge zu empfehlen. Frauen können selbstverständlich auch die verschiedenen Modelle nutzen. Hier sollten Sie jedoch auf das Gewicht und die Motorleistung achten. Wenn die Leistung ausreicht, können Frauen auf Elektro- oder Akkusägen zurückgreifen. Diese sind deutlich leichter und einfacher zu bedienen.

Sonderbauformen

Es gibt auch diverse Sonderbauformen einer Kettensäge. Diese sind für spezielle Aufgaben konzipiert.
Ein Beispiel ist die Betonkettensäge als Technisches Hilfswerk. Diese Kettensäge ist meist hydraulisch betriebenen. Außerdem wird dieses Gerät gleichzeitig mit Wasser gekühlt. Sie dient zum Durchtrennen von Betontrümmern. Die Kette wird mit Diamanten besetzt. Des Weiteren wird die Betonkettensäge auch auf Baustellen oder in der Bildhauerei eingesetzt.
Eine weitere Sonderbauform ist der Hochentaster. Diese Säge zeichnet sich durch einen langen, ausziehbaren Stiel aus. Das Gerät dient zum Sägen von hochgelegenen Ästen.

Benzin Kettensäge – Schadstoff und Lautstärke

Schadstoffe und Abgase

Durch motorgetriebene Werkzeuge sparen wir uns viel Kraft und Energie. Doch leider hat diese Erleichterung auch einen großen Nachteil. Bei den üblichen Zweitaktmotoren von Benzinkettensägen werden viele Schadstoffe freigesetzt. Ein erheblicher Teil des Brennstoffs wird unverbrannt an die Umwelt abgegeben. Die Belastung ist bei einem Dauereinsatz nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Sägeführer eine große Belastung. Umweltfreundlichere Kettensägen sind in der Entwicklung. Der Antrieb durch einen Viertaktmotor hat deutlich günstigere Abgaswerte. Grundsätzlich sind Viertaktmotoren bei gleicher Motorleistung schwerer. Zudem ist die Produktion aufwendiger. 

Schadstoff-Information im Detail:

Die Schadstoffe bestehen aus ca.:

  • 75 % aus Kohlenmonoxid (CO)
  • 20–25% aus Kohlenwasserstoffen (HC)
  • Rest: Stickoxiden (NOX), Schwefel, Aldehyde

Die Abgase dürfen künftig nicht mehr unbegrenzt ausgestoßen werden. Eine Richtlinie gibt bestimmte Grenzwerte vor.

Ab Januar 2019 müssen die Motoren von Kettensägen gesetzliche Abgasgrenzwerte einhalten. Die genauen Richtlinien und Werte werden aktuell festgelegt.

Lautstärke und Geräuschentwicklung

Schneidwerkzeuge die für Garten- oder Waldarbeiten eingesetzt werden, sind sehr laut. Bei einem häufigen Einsatz könnten Sie unser Gehör schädigen. Deshalb sollten Sie nie ohne Hörschutz benutzt werden. Durch Ihre enorme Lautstärke müssen Sie auch einige Regelungen beachten. Entscheidend für die Benutzung der Benzin Kettensäge sind die Ruhezeiten. Diese sind für jedes Bundesland und die einzelne Gemeinde unterschiedlich. Informieren Sie sich unbedingt bei Ihrer zuständigen Stadt. Benzin-, Elektro- und Akkusägen zählen zu lärmintensiven Geräten. Halten Sie Sich auf jeden Fall an die Ruhezeiten. Darunter fällt auch die Mittagsruhe, die meist zwischen 13 Uhr bis 15 Uhr eingehalten werden muss. Am Sonntag und an Feiertagen dürfen die Schneidwerkzeuge nicht benutzt werden. Hohe Geldstrafen können bei Missachtung der Ruhezeiten anfallen.

Doch wie laut ist eine Benzin Kettensäge?
Das Schneidwerkzeug hat eine Lautstärke um 120 dB (Dezibel). Das ist vergleichbar mit einem Presslufthammer oder China-Böller.
Damit Sie einen Vergleich von verschiedenen Geräuschkulissen haben, zeigen wir hier eine Infografik:

Infografik Lautstaerke
Abbildung 7: Infografik „Dauerkrachkonzert des Alltags“ / Was ist wie laut? Quelle: Hoerex

Extra: Der Benzin-Kettensägen „Führerschein“

Ein Führerschein für ein Schneidwerkzeug klingt vielleicht merkwürdig oder? Was für Wald- und Forstarbeiter bereits Pflicht ist, hat sich aufgrund von schweren Unfällen auch im privatem Bereichen etabliert. Wer einen Baum in seinem eigenen Garten fällen möchte, braucht keinen Kettensägen-Führerschein. Wenn Sie jedoch in einem staatlichen oder privaten Wald sägen möchten, ist die Teilnahme an einem Kurs erforderlich. Das macht in jedem Fall Sinn. Vorschriften zur Unfallverhütung und das eigentliche Verhalten bei einem Unfall sind wichtige Bestandteile des Lehrgangs. Zudem lernen Sie nicht nur den richtigen Umgang mit einem Schneidwerkzeug, sondern auch die Technik und ihre Pflege. Die Inhalte des Kurses sind in einen theoretischen und einen praktischen Teil eingegliedert. Im theoretischen Teil lernen Sie alles Wichtige rund um die Benzin Kettensäge. Gleichzeitig wird Ihnen aufgezeigt, wie wichtig die passende Schutzkleidung ist. Durch einen schriftlichen Test wird der Teil abgeschlossen. In dem praktischen Modul soll die Theorie in die Praxis umgesetzt werden. Hier lernen Sie das richtige Baumfällen und Holz sägen. Unter anderem sind Schnittgeschwindigkeit und Schnittrichtung einige der Inhaltspunkte. Auch der praktische Teil wird mit einem Test beendet. Nachdem Sie den Test erfolgreich bestanden haben, erhalten Sie den Kettensägen-Führerschein.

Voraussetzungen zur Teilnahme eines Kettensägen-Lehrgangs:

  • Ein Mindestalter von 18 Jahren
  • Bescheinigung eines Arztes über die körperliche Eignung

Je nach Bezirk, Dauer und Anzahl der Teilnehmer hat der Kettensägenschein einen unterschiedlichen Preis. Sie sollten mehrere Anbieter vergleichen. Als groben Richtwert können Sie ca. 100 Euro festsetzen. Ein Anbieter ist das Forstamt in Ihrer Stadt.

Tipp: Viele OBI-Märkte bieten einen praxisorientierten Kurs an. Erfahrene Ausbilder führen den Motorsägen-Lehrgang durch. Welche Märkte solch einen Kurs anbieten, finden Sie hier.
Stihl MS 211 PM 3
von Stihl
  • vibrationsarm
  • geringerer Kraftstoffverbrauch und dadurch erhebliche Abgasreduzierung im Vergleich zu leistungsgleichen Stihl Zweitaktmotoren ohne 2-Mix-Technologie
  • sehr gut zum Brennholzsägen, Bauen mit Holz
  • gut zum Fällen kleinerer Bäume bis 30 cm Durchmesser
  • seitliche Kettenspannung
Husqvarna 545
von Husqvarna
  • Husqvarna
  • Motorsäge 545 (15") .325"
  • Garten
  • Forst